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B
Besondere Ausgleichsregelung
Die Besondere Ausgleichsregelung soll verhindern, dass energieintensive Unternehmen, die im internationalen oder intermodalen Wettbewerb stehen, und Schienenbahnen durch die EEG-Umlage in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Bioenergie
Bioenergie bezeichnet Wärme, Strom und Kraftstoffe, die aus Biomasse gewonnen werden. Als Biomasse werden Stoffe organischer Herkunft, also pflanzliche oder tierische Produkte, bezeichnet.
Bioenergiedörfer
Bioenergiedörfer sind Gemeinden, Städte, Orts- oder Stadtteile, die ihre Wärme- und Stromversorgung überwiegend durch den Einsatz von Bioenergie decken.
Biogas
Biogas steht für alle Gase, die durch Vergärung aus Biomasse entstehen und die energetisch verwertbar sind.
Biomasse
Alle Stoffe organischer Herkunft, die durch Pflanzen und Tiere anfallen oder erzeugt werden, werden als Biomasse bezeichnet. Sie umfasst alle in der Natur lebenden und gestorbenen Pflanzen und Tiere, sowie deren Rückstände und Nebenprodukte.
Blockheizkraftwerk
Blockheizkraftwerke (BHK) sind Heizungsanlagen, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung). Die Abwärme ihrer Verbrennungsmotoren nutzen sie direkt, um beispielsweise Gebäude zu heizen.
Brennwert
Brennwert
Brennwerttechnik
Wird neben der Wärmeenergie, die durch Verbrennung entsteht, auch die Kondensationswärme genutzt (siehe Brennwert), spricht man von Brennwerttechnik. Die Kondensationswärme entsteht bei der Verbrennung durch den Wasserdampf, der in Abgasen enthalten ist.
Bruttostromerzeugung
Bruttostromerzeugung bezeichnet die gesamte in Kraftwerken erzeugte elektrische Energie. Sie hat den Zusatz „brutto“, weil sie auch den Eigenverbrauch der Anlagen und die Leistungsverluste auf dem Weg miteinschließt.
Bruttostromverbrauch
Der Bruttostromverbrauch ist die Summe der gesamten ins Stromnetz eingespeisten Erzeugung eines Landes (Wind, Wasser, Sonne, Kohle, Öl, Erdgas und andere) und der Stromflüsse aus dem Ausland, abzüglich der Stromflüsse ins Ausland.
Bürgerdividende
Bürgerdividende: Vom Ausbau der Stromnetze betroffene Bürgerinnen und Bürger können sich teilweise finanziell am Leitungsbau auf der gesamten Übertragungsnetzebene beteiligen. Mit projektbezogenen Finanzierungen soll die Akzeptanz für den Netzausbau gestä
Bürgersolaranlage/Bürgerwindpark
Als Bürgersolaranlage oder Bürgerwindpark bezeichnet man von Privatpersonen gemeinschaftlich gebaute und betriebene Photovoltaik- oder Windanlagen, in der die einzelnen Personen Beiträge investieren – meistens in Form einer Energiegenossenschaft.
C
Clusteranbindung
Werden mehrere Offshore-Windparks an eine Anschlussleitung mit hoher Transportkapazität angeschlossen, spricht man von einer Clusteranbindung. Damit muss nicht jeder Windpark separat ans Netz angeschlossen werden
CO2
Kohlendioxid (CO2), auch Kohlenstoffdioxid, ist ein Gas, das aus Kohlenstoff und Sauerstoff besteht. Es ist ein Treibhausgas und natürlicher Bestandteil der Luft. Der eigentlich geringe Gehalt ist jedoch im vergangenen Jahrhundert stark angestiegen.
CO2 Fußabdruck
Der CO2-Fußabdruck misst den Gesamtbetrag der CO2-Emissionen, den eine bestimmte Quelle ausstößt. Er lässt sich beispielsweise für Personen, Länder oder Unternehmen berechnen.
CoSSMic
Collaborating Smart Solar-powered Microgrids
D
Day-Ahead-Handel
Beim Day-ahead-Handel am Spotmarkt der Strombörse wird Strom bis zu einen Tag vor dem Liefertermin gehandelt. Noch kurzfristiger orientiert ist der Intraday-Handel. Verträge mit längeren Lieferfristen werden auf dem Terminmarkt gehandelt.
Direktvermarktung
Der Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen an Großabnehmer oder an der Strombörse wird als Direktvermarktung bezeichnet. Mit der Novelle des EEG im Jahr 2014 müssen Betreiber von neuen Anlagen Ihren regenerativ erzeugten Strom nun direkt vermar
E
Einspeisevergütung
Eine staatlich festgelegte Vergütung von Strom. Der Stromerzeuger erhält sie vom Netzbetreiber für die Einspeisung seiner erzeugten Energie ins Stromnetz. In Deutschland sind die Einspeisevergütung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie die Umlag
Einspeisevorgang
Bevor Strom aus konventionellen Energien ins Netz eingespeist wird, kommt Ökostrom zum Zug. Dieser Einspeisevorrang wurde im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt. Erneuerbare Energien haben nur geringe variable Erzeugungskosten.
Elektrizität
Als Elektrizität werden alle Erscheinungen bezeichnet, die von ruhenden und bewegten elektrischen Ladungen ausgehen.
Emissionshandel
Unter Emissionshandel versteht man den Handel von so genannten Emissionszertifikaten, die es beispielsweise Unternehmen erlauben, eine bestimmte Menge an CO2 auszustoßen. Werden weniger Treibhausgasemissionen produziert als das Unternehmen Zertifikate hat
Emissionszertifikate
Emissionszertifikate erlauben es Unternehmen, eine bestimmte Menge an CO2 auszustoßen. Diese Zertifikate können gekauft und verkauft werden.
Endenergie
Die Energiemenge, die den Verbraucher in Form von Brennstoffen, Treibstoffen oder elektrischer Energie erreicht, nennt man Endenergie.
Energie
Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. Sie wird nicht erzeugt, sondern lediglich umgewandelt und als elektrische Energie, Wärme oder als Licht nutzbar. Die Maßeinheit für Energie ist Joule.
Energie sparen
Wer Energie spart, senkt seinen Verbrauch. Dies geschieht einerseits dadurch, dass Strom und Wärme nur noch da verbraucht werden, wo sie wirklich benötigt werden. Andererseits ist die Steigerung der Energieeffizienz, also der Einsatz von weniger Energie.
Energieeffizienz
Die Energieeffizienz beschreibt, wie hoch der Energieaufwand ist, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Je geringer der Energieverlust, desto höher ist die Energieeffizienz.
Energieeffizienzhaus
Die Energieeffizienz beschreibt, wie hoch der Energieaufwand ist, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Je geringer der Energieverlust, desto höher ist die Energieeffizienz.
Energieeffizienzklasse
Energieeffizienzklassen sind Teil einer Bewertungsskala. Sie zeigen, wie hoch der Energiebedarf eines Gerätes für einen bestimmten Nutzen ist. Elektrogeräte beispielsweise werden auf einer Skala von A+++ (sehr effizient) bis G (nicht effizient) bewertet.
Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt den energiesparenden Wärmeschutz und die energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Durch bautechnische Anforderungen wird der Energiebedarf eines Gebäudes und somit der Energieverbrauch eingegrenzt.
Energiegenossenschaft
Verschiedene Akteure können sich zur Rechtsform Genossenschaft zusammenschließen, um gemeinsam Energie zu gewinnen, beispielsweise aus Windkraft, Biomasse oder Kraft-Wärme-Kopplung. Meist verfolgen sie das Ziel einer dezentralen Energiegewinnung.
Energieinfrastruktur
Die Energieinfrastruktur ist das System, das uns mit Energie versorgt. Sie umfasst Erzeugung, Transport und Speicherung von Energie.
Energiespeicher
Wenn Energie nach ihrer Erzeugung nicht direkt verbraucht wird, kann sie durch chemische, thermische, elektrische oder mechanische Prozesse gespeichert werden. Dabei wird sie in eine andere Energieform umgewandelt. Beispiel: Pumpspeicherkraftwerk
Energiewende
Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbaren Energien bezeichnet.
Energy-only-Markt
Ein Energiemarkt, bei dem primär ausschließlich tatsächliche Energielieferungen vergütet werden, nicht die reine Bereitstellung von Leistung, heißt Energy-only-Markt.
Erneuerbare Energien
Als erneuerbare Energien/regenerative Energien werden Energieformen bezeichnet, die praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen: Sonnen-, Wind-, Wasser-, Bioenergie oder Geothermie stehen praktisch unerschöpflich zur Verfügung.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und wirkt so als Treiber für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es ersetzt seit dem Jahr 2000 das Stromeinspeisegesetz.
Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage)
Die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage) sorgt auf Grundlage des EEG dafür, dass die Kosten, die durch Förderung und Ausbau der erneuerbaren Energien anfallen, von Stromendverbrauchern getragen werden.
Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)
Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes Baden-Württemberg trägt dazu bei, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung erhöht wird, um in der Folge den CO2-Ausstoß zu senken.
F
Fermentierung
Fermentierung nennt man im Bereich der Energieerzeugung die sauerstofflose Gärung von Biomasse zur Herstellung von Biogas. In dem mehrwöchigen Gärungsprozess wird Biomasse von Bakterien und Mikroorganismen zersetzt.
Flexibilitätsprämie
Betreiber von Biogasanlagen und Biomethananlagen erhalten eine im EEG definierte „Flexibilitätsprämie“ mit dem Ziel, dass die bedarfsorientierte Stromproduktion aus Biomasse erhöht wird.
Fossile Brennstoffe
Fossile Brennstoffe wie Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas sind nicht unendlich verfügbar. Sie bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff bzw. Kohlenwasserstoffen, die bei der Verbrennung in Kohlendioxid umgewandelt werden.
Fracking
„Fracking“ ist die Abkürzung für den englischen Begriff „hydraulic fracturing“. Dabei werden durch Druck Risse in unterirdischen Gesteinsschichten erzeugt, damit Gase oder Flüssigkeiten leichter und beständiger gewonnen werden.
G
Geothermie
Geothermie, auch Erdwärme genannt, ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie. Je weiter man in die Erdkruste vordringt, desto wärmer wird es. Diese Wärmeenergie kann unendlich zur Energiegewinnung genutzt werden.
Gleichstrom
Im Gegensatz zum Wechselstrom ändert sich die Fließrichtung des Gleichstroms nicht. Er wird beispielsweise von Batterien und Photovoltaik-Anlagen erzeugt und muss zunächst in Wechselstrom umgewandelt werden
Grundlast
Die Grundlast ist der Grundbedarf an Strom, der während eines Tages zu jeder Zeit benötigt wird. Die Nachfrage nach Energie ist also die ganze Zeit über mindestens so hoch wie die Grundlast.
GuD-Kraftwerk
In einem Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD-Kraftwerk) werden die Prinzipien eines Gasturbinenkraftwerks und eines Dampfkraftwerks in einem mehrstufigen Kraftwerksprozess genutzt. Die Abgase der Gasturbine treiben die Dampfturbine an.
H
Hackschnitzel
Holzhackschnitzel sind ein regenerativer Brennstoff. Das zerkleinerte Holz wird als Biomasse in Hackschnitzelheizwerken und Hackschnitzelheizkraftwerken verwendet und dient so zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Heizkraftwerk
Heizkraftwerke sind Anlagen, die mithilfe einer Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugen: Die Abwärme der Stromerzeugung wird in ein Fernwärmenetz eingespeist
Hochspannungsgleichstromübertragung
Wird Strom über weite Strecken transportiert, geschieht dies mit einer gleichbleibenden Hochspannung von etwa 400 Kilovolt, der so genannten Hochspannungsgleichstromübertragung.
Höchstspannungsnetz
Das Höchstspannungsnetz besteht aus Stromleitungen, die elektrische Energie über große Distanzen übertragen können. Die Spannungen liegen bei bis zu 1.000.000 Volt.
Holzpellets
Pellets aus naturbelassenem, zusammengepresstem Holz und Säge-Nebenprodukten werden als erneuerbarer Brennstoff verwendet.
I
IEA
IEA ist die Internationale Energieagentur – eine Kooperationsplattform im Bereich der Erforschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien mit Sitz in Paris, die im Zuge der Ölkrisen gegründet wurde.
IEKK
Das "Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg" (IEKK) konkretisiert die im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg festgelegten Klimaschutzziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien, zur Energieeinsparung.
IKI
IKI ist die „Internationale Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Seit 2008 finanziert sie gezielt Projekte zum Klimaschutz und zum Schutz der biologischen Vielfalt
Intelligentes Stromnetz
Das intelligente Stromnetz („Smart Grid“) ist ein Zukunftskonzept, bei dem die verschiedenen Akteure des Energiesystems – Stromerzeuger, Speicher, Netze, Verbraucher – kommunikativ miteinander verbunden sind.
Intraday-Handel
Beim Intraday-Handel am Spotmarkt der Strombörse wird 24-stündig Strom mit Lieferung am selben oder folgenden Tag vermarktet. So können Überschüsse und Engpässe ausgeglichen werden.
IRENA
Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) mit Sitz in Abu Dhabi und Bonn hat als internationale Regierungsorganisation die Aufgabe, Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu beraten und zu unterstütz
J
Joule
Joule ist die Einheit, in der Energie gemessen wird. Ein Joule ist die Menge an Energie, mit der man ein Watt Leistung eine Sekunde lang aufrechterhalten kann.
K
Kapazitätsmarkt
Unter einem Kapazitätsmarkt wird ein Markt verstanden, bei dem nicht nur die verbrauchte Strommenge vergütet wird, sondern auch die Bereithaltung von Stromerzeugungskapazitäten.
Kernenergie
Als Kernenergie wird die Wärme bezeichnet, die beim Spalten von Atomkernen entsteht. Sie wird in Kernkraftwerken an Wasser abgegeben, wodurch Wasserdampf entsteht, der Turbinen antreibt und so in elektrischen Strom umgewandelt werden kann.
Kilowatt
Kilowatt ist eine Maßeinheit für elektrische Leistung. Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt.
Kilowattstunde
Die Maßeinheit Kilowattstunde gibt an, welche Energiemenge für eine Leistung von einem Kilowatt während einer Stunde benötigt wird.
Klimaschutz
Der Begriff Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die der Erwärmung des globalen Klimas entgegenwirken. Ein Beispiel dafür ist die Reduzierung von Treibhausgasen.
Klimaschutzgesetz
Das Klimaschutzgesetz ist ein Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg. Dessen Ziel ist es, dem weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperatur entgegenzuwirken. Das Gesetz enthält Ziele zur Reduktion von CO2.
Klimawandel
Jede Änderung des Klimas über Jahrzehnte hinweg wird als Klimawandel bezeichnet. Das Verbrennen fossiler Brennstoffe verursacht einen starken Anstieg der CO2-Konzentrationen und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre.
Kohlekraftwerk
In Kohlekraftwerken werden Braun- oder Steinkohle verbrannt. Dadurch entsteht Wärme, die Wasser in Wasserdampf umwandelt und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein Verfahren, bei dem sowohl elektrischer Strom als auch nutzbare Wärme gewonnen werden, etwa in Blockheiz- und GuD-Kraftwerken. Der Nutzungsgrad von Kraft-Wärme-Kopplung beträgt bis zu 90 Prozent.
Kyoto-Protokoll
Im Kyoto-Protokoll verpflichteten sich Industrieländer im Zeitraum von 2008 bis 2012 die eigenen Treibhausgasemissionen um mindestens fünf Prozent zu senken. Ziel des Protokolls war es, der globalen Erwärmung und dem Klimawandel entgegenzusteuern.
L
Lastmanagement
Lastmanagement bedeutet, dass der Energiebedarf, auch Netzlast genannt, an die Kapazitäten und die Flexibilitäten der Kraftwerke angepasst wird, um Lastspitzen zu vermeiden. Dieses Verfahren ist sinnvoll, da elektrische Energie nur gering gespeichert wird
Leistung
Die Leistung ist ein Maß für das Arbeitsvermögen, bezogen auf einen bestimmten Zeitraum. Sie wird in der Einheit Watt bzw. Kilowatt angegeben.
M
Markt- und Managementprämie
Die Marktprämie wird an Betreiber von Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt, die ihren Strom an der Strombörse direkt vermarkten. Sie bildet sich aus der Differenz der Einspeisevergütung und des durchschnittlichen Marktwertes.
Megawatt
Megawatt ist eine Maßeinheit für elektrische Leistung. Ein Megawatt entspricht 1.000.000 Watt.
Megawattstunde
Die Einheit Megawattstunde bezeichnet die Energiemenge, die bei einer Leistung von einem Megawatt innerhalb einer Stunde benötigt wird.
Merit-Order-Effekt
Strom aus Erneuerbaren Energien hat laut EEG Vorfahrt im Netz und wird vorrangig eingespeist. An besonders windigen oder sonnigen Tagen, an denen viel erneuerbarer Strom erzeugt wird, erhöht sich das Stromangebot an der Börse.
Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“
ie Bundesregierung überprüft die Umsetzung der Energiewende und ihrer Ziele regelmäßig, um bei Bedarf nachsteuern zu können. Der erste Monitoring-Bericht "Energie der Zukunft" erschien am 19. Dezember 2012
N
Nettostromverbrauch
Der Nettostromverbrauch ist die von Verbrauchern genutzte Strommenge. Nicht eingerechnet sind der Eigenbedarf der Kraftwerke und Übertragungs- beziehungsweise Netzverluste.
Netzebene
Netzebenen sind Teile eines Stromnetzes, die sich durch unterschiedliche Spannungen (U) voneinander unterscheiden.
Netzentgelte
Netzentgelte sind Gebühren, die die (Gas- und Strom-)Netzbetreiber den Energieanbietern für die Durchleitung von Gas und Strom in Rechnung stellen. Diese Kosten werden wiederum vom Endverbraucher getragen und sind im Strompreis mitenthalten.
Netzentwicklungsplan
Der Netzentwicklungsplan (NEP) ist ein von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern ausgearbeiteter Plan zum Ausbau der deutschen Stromübertragungsnetze. Er wurde als Bundesbedarfsplan 2013 als Gesetz der Bundesregierung verabschiedet.
Nutzenergie
Nutzenergie bezeichnet die Energie, die dem Endnutzer für seine Bedürfnisse zur Verfügung steht. Sie wird direkt aus der Endenergie gewonnen. Mögliche Formen von Nutzenergie sind Wärme zur Raumheizung, Kälte zur Raumkühlung, Licht oder mechanische Arbeit.
O
Offshore
Offshore: Stromerzeugung mit Windkraftanlagen auf See.
Onshore
Onshore: Stromerzeugung mit Windkraftanlagen an Land.
Ozon
Ozon ist eine Form des Sauerstoffmoleküls, das vor allem in der Stratosphäre vorkommt, also in etwa 15 bis 50 Kilometern Höhe. Ozon filtert schädliche UV-Strahlung der Sonne und hält sie so von der Erdoberfläche fern.
P
Passivhaus
Passivhäuser sind sehr energieeffiziente Gebäude. Geheizt werden sie überwiegend durch Sonneneinstrahlung und durch Abwärme, die durch den Betrieb technischer Anlagen entsteht. Dies macht den Einsatz einer konventionellen Heizungsanlage überflüssig.
Pellets
Holzpellets werden aus Holz oder Säge-Nebenprodukten hergestellt und vor allem in Pellet-Heizungen als Brennstoff genutzt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, also ein erneuerbarer Energieträger.
Photovoltaik
Photovoltaik ist die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen.
Power to gas
Power-to-Gas ist ein System, das mittels Elektrolyse überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff oder künstliches Erdgas umwandelt. In dieser Form kann die Energie im Erdgasnetz gespeichert werden.
Power to Heat
Der Begriff Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von Strom in Wärme für z.B. Heizungsanlagen oder Warmwasserbereitung.
Primärenergie
Wasser, Sonne, Wind, Erdgas, Steinkohle und Erdöl beispielweise tragen auch dann Energie, wenn diese noch nicht nutzbar gemacht wurde. Diese Energie nennt man Primärenergie.
Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch bezeichnet die gesamte Menge an Primärenergie, die während eines bestimmten Zeitraums verbraucht wird.
Pumpspeicherkraftwerk
Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein Energiespeicher, der aus zwei miteinander verbundenen Staubecken in unterschiedlichen Höhen besteht. Herrscht Überschuss an Strom, wird dieser verwendet, um Wasser in das obere Becken zu pumpen.
R
Regelenergie
Die Regelenergie wird auch als Regelleistung oder Reserveleistung bezeichnet. Bei unerwarteten Ereignissen im Stromnetz gleicht der Netzbetreiber Leistungsschwankungen mithilfe von Regelenergie aus.
Repowering
Alte Kraftwerke werden durch neue, leistungsstärkere ersetzt, um den Wirkungsgrad einer Anlage zu steigern. Dies ist vor allem bei Windenergieanlagen an guten Standorten sinnvoll, da sich hier die Technik im Laufe der Jahre erheblich verbessert hat.
Reservekraftwerk
Um bei der Energiewende eine sichere Energieversorgung zu garantieren, stehen bei möglichen Engpässen alte Kohle- oder Gaskraftwerke als Reservekraftwerke zur Verfügung, die bei Engpässen reaktiviert werden können.
RONT
Regelbarer Ortsnetztransformator
S
Smart Factory
Smart Factory (deutsch „intelligente Fabrik“) ist ein Begriff aus der Forschung im Bereich Fertigungstechnik. Er gehört zur Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung als Teil des Zukunftsprojekts Industrie 4.0.
Smart Grid
Das intelligente Stromnetz („Smart Grid“) ist ein Zukunftskonzept, bei dem die verschiedenen Akteure des Energiesystems – Stromerzeuger, Speicher, Netze, Verbraucher – kommunikativ miteinander verbunden sind.
Smart Meter
Ein Smart Meter ist ein intelligenter Stromzähler, der in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist und dem Anschlussnutzer den Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigt.
Solarmodul
Ein Solarmodul ist ein Modul, das aus Solarzellen besteht. Diese wandeln das Licht der Sonne in elektrische Energie um. Die Spannung, die das Modul erzeugen kann, ist abhängig von der Anzahl der in Reihe geschalteten Solarzellen.
Solarstrom
Solarstrom ist elektrische Energie, die mit einer Photovoltaikanlage aus Sonnenenergie gewonnen wird. Solarstrom zählt zu den erneuerbaren Energien, da die Sonnenergie unerschöpflich ist.
Solarthermie
Solarthermie ist die Nutzung von Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser oder zur Unterstützung der Heizung.
Solarzelle
Eine Solarzelle ist ein Element eines Solarmoduls, das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandelt.
Spitzenausgleich
Energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes erhalten eine Steuerbegünstigung namens Spitzenausgleich, wenn sie ihre Energieeffizienz ab 2013 um jährlich 1,3 Prozent und ab 2016 um jährlich 1,35 Prozent erhöht.
Stresstest
Im Stresstest werden Kernkraftwerke auf ihre Sicherheitsreserven unter extremen Ereignissen und Unfällen geprüft, um etwaige Nachrüstungsbedarfe zu analysieren.
Strom
Strom ist die Bewegung von elektrischen Ladungsträgern. Die Ladungsträger bewegen sich von einem hohen Potenzial zu einem niedrigen Potenzial und verursachen so elektrischen Strom.
Strombörse
Die Strombörse ist ein organisierter Markt für Strom. Hier werden Mengen an Strom zu bestimmten Zeiten gehandelt. Angebot und Nachfrage können so gebündelt werden.
Stromeinspeisungsgesetz
Mit dem Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz, kurz Stromeinspeisungsgesetz, wurden 1991 Stromversorgungsunternehmen erstmals dazu verpflichtet, Energie aus erneuerbaren Quellen zu kaufen.
T
Thermografie
Thermografie macht die Oberflächentemperatur von Objekten sichtbar. Dazu wird die Infrarotstrahlung, die von einem Objekt ausgeht, ausgewertet. Unterschiedliche Temperaturen werden dann in unterschiedlichen Farben angezeigt.
Treibhauseffekt
Die Erwärmung der Erde durch die Wirkung von Treibhausgasen in der Atmosphäre wird Treibhauseffekt genannt. Die Gase lassen Strahlung, die von der Sonne kommt, hindurch, absorbieren oder reflektieren aber Wärmestrahlung, die von der Erde abgegeben wird.
Treibhausgas
Diese gasförmigen Stoffe in der Luft nehmen die Infrarotstrahlung der Erde auf und erwärmen dadurch die Erdoberfläche und die untere Atmosphäre. So tragen sie zum Treibhauseffekt bei. Eines dieser Treibhausgase ist Kohlendioxid (CO2).
U
Übertragungsnetz
Übertragungsnetz: Ein Netz aus Stromleitungen, das elektrische Energie über große Distanzen von den Kraftwerken zu den Verteilungsnetzen übertragen kann.
V
Versorgungssicherheit
Versorgungssicherheit bedeutet, dass eine störungsfreie Versorgung mit Strom und Gas langfristig und zu jeder Zeit abgesichert ist.
Verteilnetzbetreiber
Ein Verteilnetzbetreiber ist ein Unternehmen, das Strom-, bzw. Gasnetze zur Verteilung an Endverbraucher (private Haushalte und Kleinverbraucher) betreibt.
Verteilnetze
Ursprünglich dienten regionale Verteilnetze nur dem Transport des Stroms vom Übertragungsnetz zu den Endverbrauchern. Heute sind aber auch viele Erneuerbare-Energien-Anlagen an die Verteilnetze angeschlossen.
Volatile Energieträger
Volatile (fluktuierende) Energieträger erzeugen Energie nicht gleichmäßig, sondern schwankend. Das trifft zum Beispiel auf die Solar- oder Windenergie zu, da die Sonne nicht durchgängig scheint und der Wind nicht immer weht.
W
Wärmebrücke
Wärmebrücken sind Bereiche in Bauteilen eines Gebäudes, durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird als in anderen Bereichen. Anfällig für diese Wärmeverluste sind Übergänge zwischen zwei Bauteilen, etwa an Fensterrahmen, an Gebäudeecken.
Wärmedämmung
Wärmedämmungen verringern den Durchgang der Wärmeenergie, damit der gedämmte Bereich nicht so schnell abkühlt. Im Sommer dient Wärmedämmung als Wärmeschutz.
Wärmeerzeugung
Wärmeerzeugung ist die Erzeugung von Heizwärme, beispielsweise durch Verbrennung eines Brennstoffes, durch Solarthermie oder mit Wärmepumpen (Erdwärme).
Wasserkraft
Wasserkraft ist mechanische Energie, die aus der Bewegung von Wassermengen gewonnen wird. In Wasserkraftwerken wird daraus Strom erzeugt. Wasser ist eine regenerative Energiequelle.
Watt
Watt ist eine Maßeinheit, die für Leistung verwendet wird. Sie setzt umgesetzte Leistung, also die verbrauchte Menge an Strom oder Wärme, ins Verhältnis zu einem bestimmten Zeitraum.
Wechselstrom
Strom, der regelmäßig in schnellen Abständen seine Richtung verändert, heißt Wechselstrom. Die Netzfrequenz 50 Hz in Deutschland bedeutet, dass der Strom 50 Mal in der Sekunde die Richtung wechselt. Wechselstrom wird auch AC, „alternating current“, genann
Windenergie
Windenergie ist die Nutzung der kinetischen Energie bewegter Luftmassen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in Deutschland und besitzt die größten Ausbaupotenziale der „Erneuerbaren“.
Z
Zieldreieck der Energiepolitik
Zieldreieck der Energiepolitik: Bei allen energiepolitischen Maßnahmen sind die drei Kriterien Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit ausgewogen zu berücksichtigen.